

„Doch vor allen ist die Mezzosopranistin Mireille Lebel in den Rollen als Dorine und Venus hervorzuheben: Perfekte Technik, souveräne Gestaltung und insbesondere eine ganze Palette von Farben adeln ihren Gesang. Mit einem sehr persönlichen Timbre gelingt ihr ein sinnlicher, in den bedeutungsschwangeren Vokalschattierungen hinreißender Vortrag."
Opernwelt
Die kanadische Mezzosopranistin Mireille Lebel studierte Musik an der Universität Toronto und Montreal, wo sie das renomierte Abbé−Gadbois Stipendium erhielt. Ihre Ausbildung führte sie als Mitglied im Atelier Lyrique de l’Opéra de Montréal fort. Noch während dieser Zeit startete sie ihr Debüt mit Orchestern und Opernhäusern überall in Nordamerika. Seit 2009 singt Mireille als Solistin am Theater Erfurt, wo sie ihr europäisches Debüt als Cherubino gab. Unentwegt fügt sie weitere Rollen zu ihrem Repertoire hinzu.
In der kommenden Saison wird Mireille sowohl in Deutschland als auch in Nordamerika auftreten. Dabei stehen Opern ebenso wie Konzerte auf ihrem Plan. Die junge Künstlerin sang bereits mit namhaften Dirigenten wie Bernard Labadie, Jacques Lacombe, Jean−Marie Zeitouni, Yannick Nezet−Séguin und Jeanne Lamon. Unterstützung für ihre Karriere erhielt sie in Form von Stipendien des Canada Council und der Jacqueline Desmarais Foundation.
In der aktuellen Saison 2010/2011 debütiert Mireille in zwei bedeutenden Mozart Opern; als Annio in La Clemenza di Tito mit dem Toronto Opera Atelier und in der Rolle des Idamante in Idomeneo mit dem Theater Erfurt. Diese Saison wird sie außerdem nach New Jersey führen, wo sie mit dem dortigen Sinfonieorchester ihr Debüt in Mahlers 3. Sinfonie singt. Daneben ist Mireille für weitere Projekte engagiert. Hauptsächlich zu nennen sind ein Bach−Kantaten Konzert mit Les Violons du Roy, das vom CBC Radio 2 übertragen wird, Orlovsky in Die Fledermaus mit dem Theater Erfurt, Cherubino in Le nozze di Figaro mit der Oper Africa und Mahlers 3. Sinfonie mit l’Orchèstre Symphonique de Trois−Rivières.
In 2009/2010 gab sie ihr Debüt mit dem Malaysischen Philharmonieorchester in einer Hauptrolle in Carmen und mit dem Sinfonieorchester in Calgary in Händels Messias, unter der musikalischen Leitung von Ivars Taurins. Darüber hinaus überzeugte Mireille als Ottone in Agrippina und in der Hauptrolle in L’Enfant et les Sortilèges mit dem Theater Erfurt und hatte weitere Engagements mit der Opéra de Montréal in Cendrillon sowie auf dem Montreal Kammermusik−Festival für ein Liederprogramm von Brahms.
Mireilles Saison 2008−2009 war ein bunter Mix aus Opernauftritten und Konzertarbeiten. Dabei waren Mahlers 2. Sinfonie mit Jacques Lacombe und l’Orchèstre Symphonique de Trois−Rivières, Vivaldi sowie Händel Arien beim Felicja Blumental Festival in Tel Aviv mit Jeanne Lamon und Les Violons du Roy, Haydns Stabat Mater mit Bernard Labadie (ausgestrahlt beim Espace Musique), Cupid in Venus and Adonis mit auf dem Boston Early Music Festival, Messias mit Jean−Marie Zeitouni und den San Antonio und Houston Symphonikern, Dorabella in Cosi fan Tutte zusammen mit l’Atelier Lyrique de l’Opéra de Montréal, Myrtale in Massenets Thais mit der Pacific Opera Victoria, die Rolle als Messagiera in Monteverdis Orfeo, und die Weltpremiere einer Kammermusikarbeit, eigens für sie geschrieben vom Kanadier Michael Matthews, ausgestrahlt vom CBC.
In der Saison 2007−2008 gab Mireille bedeutende Debüts mit der André Turp Musical Society (Schubert), dem Symphonieorchester Edmonton und Houston (beide für Messias) der Edmonton Opera (Carmen) mit Bernard Labadie und mit Les Violons du Roy in einer Schubertiade, übertragen im Programm Espace Musique für Radio Canada.
Als Mitglied des Atelier Lyrique de l’Opéra de Montréal von 2006−2009 spielte sie in verschiedenen Rollen wie beispielsweise Flora in La Traviata, Mallika in Lakmé (übertragen im National Public Radio) und Kate Pinkerton in Madama Butterfly. Mit dem Atelier Lyrique erschien Mireille auch als Concepcion in l’Heure Espagnole und Lisetta in Il Mondo della Luna.
Hören kann man Mireille zusammen mit dem Boston Early Music Festival als Junon in Actéon und Cupid in Venus and Adonis. Des Weiteren sang sie für Aufnahmen in Lullys Oper Thésée und Psyché, die beide für einen Grammy Award nominiert wurden.
Ihr Interesse an zeitgenössischer Musik führte sie nach Wales und England (u.a. beim Buxton Festival) mit der Comic Oper des walisisch−kanadischen Komponisten John Metcalf A Chair in Love. Außedem hatte Mireille ihr Debüt in der Oper der Kanadierin Ana Sokolovic The Midnight Court, im Linbury Theatre, Royal Opera House mit dem Toronto’s Queen of Puddings Music Theatre.